by ERP Austria

Sehr geehrte Damen und Herren,

rechtzeitig vor Ferienbeginn möchten wir Sie wieder über aktuelle Entwicklungen aus der Abfallwirtschaft informieren:

  • Open scope – geänderter Geltungsbereich der EAG-VO ab 15.8.2018!
  • Green Alley Award 2018
  • Ausschreibung zur Förderung von Abfallvermeidungsprojekten
  • Aktuelle Entwicklungen in der EU
  • Aktualisierung unserer Datenschutzerklärung

Wir wünschen Ihnen einen schönen und erholsamen Sommer!

Ihr ERP Austria-Team

 

 

Open Scope – Erweiterter Geltungsbereich der Elektroaltgeräteverordnung ab 15.8.2018

Wie bereits Anfang des Jahres berichtet, gibt es gemäß EU-Richtlinie 2012/19/EU ab 15. August 2018 einen offenen Geltungsbereich (open scope). Neu enthalten sind beispielsweise Adapter, Kabel, Bankomat- und Kreditkarten mit Chip, Stecker und Steckdosen.

Außerdem wird es nur noch sechs anstelle von zehn Gerätekategorien geben.

Was bedeutet das für die Entpflichtung in Österreich?

In Österreich gibt es keine Änderung der bisherigen Meldekategorien: Die Meldung nach den derzeitigen fünf Sammel- und Behandlungskategorien bleibt unverändert bestehen.

Die aktuellen EAG-Gerätelisten ROHS-Bezug bzw. WEEE-Bezug (Stand: Jänner 2018), die Ihnen bei der Zuordnung helfen, finden Sie auf unserer Homepage.

 

 

7. Ausschreibung zur Förderung von Abfallvermeidungsprojekten

Sie haben innovative Projektideen zur Abfallvermeidung und sind auf der Suche nach einer Förderung?

Die Sammel- und Verwertungssysteme (SVS) für Verpackungen stellen jährlich 0,5 % der eingenommenen Entpflichtungsentgelte für Abfallvermeidungsprojekte zur Verfügung.

Gefördert wird die Umsetzung und Entwicklung von Maßnahmen zur quantitativen und qualitativen Vermeidung von Abfällen sowie die dafür zugrundeliegende angewandte Forschung.

Die Schwerpunkte der aktuellen Ausschreibung liegen auf folgenden Themen:

  • betriebliche Abfallvermeidung
  • Abfallvermeidung in der Ausbildung
  • Vermeidung von Lebensmittelabfällen, zB in der Gastronomie, Landwirtschaft, etc.
  • Abfallvermeidung durch Produktdesign
  • Bewusstseinsbildung zur Abfallvermeidung

Die Abfallvermeidungs-Förderung der SVS bringt Ihnen:

  • ein hohes Maß an Freiheit bezüglich des Projekt- bzw. Maßnahmeninhalts
  • einfache Einreichmodalitäten
  • objektive Projektbewertung durch eine Fachjury
  • einfache Förderabwicklung

Lassen Sie sich diese Chance auf private Fördergelder nicht entgehen!

Einreichschluss ist der 15. Oktober 2018.

Weiterführende Informationen sowie die Einreichunterlagen finden Sie auf der Homepage der Verpackungskoordinierungsstelle (VKS) unter www.vks-gmbh.at/abfallvermeidungs-foerderung.html.

 

 

Green Alley Award 2018: Startups aus der Circular Economy gesucht!

Der Green Alley Award ist Europas erste Auszeichnung für Startups der Circular Economy. Seit 2014 wird er jährlich durch die Landbell Group verliehen und von Jahr zu Jahr von weiteren internationalen Partnern unterstützt. Gemeinsam zeichnen wir zukunftsfähige Geschäftsmodelle aus, die sich für eine Circular Economy in Europa engagieren und fördern damit bahnbrechende Lösungen in den Bereichen Digital Circular Economy, Abfallvermeidung und Recycling. Die Mission: Unsere Linearwirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft zu verwandeln und Abfälle als Ressourcen nutzbar zu machen. Gesucht werden Unternehmen, die mit ihren Produkten, Dienstleistungen oder Technologien kurz vor der Markteinführung stehen, sich bereits in der Wachstumsphase befinden oder in andere europäische Märkte expandieren wollen. Einzige Bedingung: Die Geschäftsidee muss dazu beitragen, Ressourcen in einen Kreislauf zurückzuführen.

Die überzeugendsten Bewerber laden wir zum Finale mit großer Preisverleihung nach Berlin ein. Bereits die Finalisten profitieren von der Teilnahme: In verschiedenen Workshops treffen sie auf internationale Experten der Circular Economy und Mentoren der Gründerszene Europas. Hier können sie neue Business-Kontakte zu etablierten Unternehmern und anderen Ideengebern knüpfen und profitieren von wertvollen Tipps direkt aus der Praxis. In einem Live-Pitch präsentieren die Gründer ihre Geschäftsidee vor einem internationalen Publikum. Nur ein Start-up kann die Jury von seiner Geschäftsidee überzeugen und am Ende 25.000 Euro Preisgeld und den Green Alley Award mit nach Hause nehmen. Zudem lobt unser Partner Seedmatch in diesem Jahr erstmals den Seedmatch Crowd Award aus und beschert damit einem der Bewerber die Chance auf eine weitere Finanzierung durch Crowdfunding.

Weitere Informationen zum Green Alley Award gibt es unter www.green-alley-award.com. Wer Europas Startup Pioniere live erleben möchte, kann sich hier für das große Finale am 18. Oktober in Berlin registrieren: https://green-alley-award.com/green-alley-award-2018-registration-form/

 

 

China beschränkt Abfallimporte – eine Chance für die europäische Wirtschaft?

In Österreich wird mehr als die Hälfte aller Abfälle recycelt – europaweit betrachtet eine sehr gute Quote. In der Bevölkerung hat das Thema einen hohen Stellenwert. Unabhängig von der positiven Grundeinstellung am Markt gegenüber Recycling sieht Jan Patrick Schulz, Vorstandsvorsitzender der Landbell Group, bei der Umsetzung in vielen europäischen Ländern noch Ausbaupotenzial.

Der chinesische Importstopp bietet somit auch eine wirtschaftliche Chance – vorausgesetzt, die betroffenen Länder bauen ihre Recyclingsysteme weiter aus. Landbell Group ist der Meinung, dass produzierende Unternehmen von dieser Entwicklung langfristig profitieren könnten: Unternehmen, die Sekundärrohstoffe in der Produktion verwenden, könnten sich von volatilen Rohstoffmärkten unabhängiger machen. „Langfristig bedeutet das für Unternehmen eine größere Versorgungssicherheit, stabilere Preise und eine zunehmende Unabhängigkeit von Importen“, so Jan Patrick Schulz.

Mit verschiedenen Richtlinien wurde bereits europaweit eine rechtliche Basis geschaffen, um die Rücknahme und das Recycling von Produkten zu systematisieren, darunter die Richtlinie über Elektro- und Elektronikaltgeräte, die Batterierichtlinie und die Verpackungsrichtlinie.

 

 

Stakeholder-Konsulation offenbart Notwendigkeit zur Überarbeitung der Batterierichtlinie

Die Europäische Kommission evaluiert derzeit die Batterierichtlinie und hatte Stakeholder aufgefordert, ihre praktischen Erfahrungen und Meinungen zu diesem Rechtsakt vorzulegen. Die Ergebnisse dieser Konsultation wurden am 14. März auf einem Workshop in Brüssel vorgestellt. Die wichtigste Erkenntnis: Die Batterierichtlinie muss voraussichtlich überarbeitet werden, um neuen Marktentwicklungen Rechnung zu tragen und ihre Ziele zu erreichen.

Die Stakeholder betonten insbesondere, wie wichtig es ist, die Berechnungsmethode für die Sammelquote anzupassen. Alle stimmten darin überein, dass die derzeitige Methode die Marktrealität insbesondere im Hinblick auf die schnelle Verbreitung von Lithium-Ionen-Batterien außer Acht lasse. Folglich müssten auch die Sammelziele überarbeitet werden. Darüber hinaus schlugen die Teilnehmer vor, die Verbraucherinformationen und -kennzeichnungen zu verbessern und zu harmonisieren. Weitere Themen, die im Rahmen der Konsultation behandelt wurden, waren Recyclingeffizienz, Batterieentnahme aus Geräten und gefährliche Substanzen.

Die Kommission wird voraussichtlich im August ihren Evaluationsbericht veröffentlichen. Legislative Maßnahmen werden jedoch wahrscheinlich erst nach den Europawahlen und der Neusortierung der Europäischen Kommission im Jahr 2019 folgen.

 

 

Großbritannien plant die Einführung einer Plastiksteuer

Das Vereinigte Königreich erwägt, eine Kunststoffsteuer einzuführen, um die Menge an Einwegkunststoffen zu reduzieren und deren Umweltauswirkungen zu verringern. Schatzkanzler Philip Hammond, Leiter des Schatzamtes Ihrer Majestät, hat Stakeholder aufgefordert, Ideen vorzubringen, wie eine solche Steuer oder andere gleichwertige Maßnahmen aussehen könnten.

Einige Schlüsselakteure haben bereits auf die Regierungspläne reagiert. Der Verband britischer Einzelhändler (British Retail Consortium) äußerte Zweifel am Mehrwert einer solchen Steuer, da Verpackungen bereits indirekt durch das System der erweiterten Herstellerverantwortung finanziell belastet werden. Die Erzeuger sind dazu verpflichtet, die Kosten für die Sammlung und das Recycling ihrer Verpackungsabfälle zu tragen. Folglich legen sie diese Kosten in der Regel auf die Produktpreise um. Der Verband der Umweltdienste (Environmental Services Association) verwies ebenfalls auf den bestehenden Grundsatz der erweiterten Herstellerverantwortung, schlug jedoch vor, eine Steuer auf neue Kunststoffe zu erheben, um einen Anreiz für die Verwendung von recycelten Materialien zu schaffen.

Die öffentliche Konsultation lief bis zum 18. Mai. Die Regierung wird die gesammelten Stellungnahmen zur Vorbereitung legislativer Maßnahmen nutzen.

 

 

Faraday Battery Challenge: 246 Millionen Pfund zur Finanzierung neuer Batterietechnologien

Die britische Regierung hat die Faraday Battery Challenge angekündigt, ein Projekt im Rahmen des Industrial Strategy Challenge Fund. Das Projekt ist mit 246 Millionen Pfund ausgestattet und zielt darauf ab, neue Batterietechnologien zu unterstützen, um kostengünstige, leistungsstarke, langlebige, sichere, leichte und recycelbare Batterien zu entwickeln. Der anfängliche Fokus der Challenge wird auf der vollständigen Elektrifizierung des Automobilsektors und auf emissionsfreien Fahrzeugen liegen.

Die Faraday Challenge umfasst drei Hauptkomponenten:

  • die Faraday Institution, die Fachwissen von Universitäten und der Industrie zusammenführt, um die Grundlagenforschung für die zukünftige Batterieentwicklung voranzutreiben;
  • Finanzierung von Forschungs- und Innovationsprojekten, für die sich britische Unternehmen oder Forschungs- und Technologieorganisationen bewerben können. Bis jetzt wurden 27 solcher Projekte vergeben, darunter einige, die sich auf die Verlängerung der Batterielebensdauer und die Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Batteriesätzen konzentrieren; und
  • das UK Battery Industrial Centre, das das erste Innovationszentrum für Automobilbatterien in Großbritannien sein wird.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.gov.uk/government/collections/faraday-battery-challenge-industrial-strategy-challenge-fund

 

 

EPBA veröffentlicht fünfte Aktualisierung des Jahresberichtes zur Sammlung von Gerätealtbatterien

Sagis EPR hat den fünften Jahresbericht im Namen der European Portable Battery Association (EPBA) veröffentlicht. Der Bericht untersucht, ob die von der europäischen Batterierichtlinie festgelegten Zielwerte für die Sammlung von Batterien erreicht werden. Darüber hinaus zeigt er Beispiele für Best Practices auf, indem die Länder betrachtet werden, die hohe Sammelquoten erzielen. Basierend auf den Ergebnissen der Analyse empfiehlt der Bericht auch mögliche Verbesserungen der Sammelsysteme.

Der Bericht ist eine Aktualisierung der erstmals 2013 veröffentlichten Fassung. Er enthält die umfassendste Analyse der Sammelquoten für Gerätebatterien in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in Island, Norwegen und der Schweiz.

Bericht hier lesen: https://www.epbaeurope.net/wp-content/uploads/2018/03/Report-on-the-portable-battery-collection-rates-Update-Dec-17.pdf

 

 

Plastik-fressende Mikroben liefern Enzyme für PET-abbauende Variante

Im Rahmen ihrer Forschungsprojekte zur Bekämpfung der globalen Umweltverschmutzung haben japanische Wissenschaftler des Kyoto Institute of Technology und der Keio-Universität ein Bakterium in einem Lager für Plastikabfall entdeckt, das Polyethylenterephthalat (PET) „essen“ kann.

Das Korea Advanced Institute für Wissenschaft und Technologie (KAIST) hat die Arbeit fortgesetzt, indem es die dreidimensionale Struktur der Enzyme untersucht hat, die von dem Bakterium verwendet werden. Damit wollten sie verstehen, wie die Enzyme große PET-Moleküle zersetzen. Auf diesem Weg haben die Wissenschaftler von KAIST eine noch effektivere PET-abbauende Variante entwickeln können.

Die Entdeckung könnte für die Entwicklung besserer Recyclingtechnologien und zur Reduzierung von Kunststoffabfällen von Bedeutung sein.

 

 

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die neue Datenschutzgrundverordnung der EU (DSGVO).

Der Umgang mit Ihren Daten und der Datenschutz sind uns sehr wichtig. Wir haben unsere Datenschutzhinweise aktualisiert und verwenden eine DSGVO-konforme Datenbasis für unseren E-Mail-Verteiler. Um unsere aktualisierte Datenschutzerklärung zu lesen, folgen Sie bitte diesem Link.