by ERP Austria

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir hoffen, dass Sie alle gesund sind und trotz der schwierigen Situation die Zeit finden, einen Blick auf unseren Frühjahrs-Newsletter zu werfen.

In der ersten Ausgabe des neuen Jahres befassen wir uns mit Pack2recycle – einer neuen Dienstleistung, bei der wir Sie unterstützen, die Recyclingfähigkeit Ihrer Verpackungen zu optimieren. Der Green Alley Award 2020 naht, die Bewerbungsphase hat bereits begonnen. Wir versorgen Sie mit sämtlichen Informationen, wie Sie als Teilnehmer oder Förderer davon profitieren können. Weiters erhalten Sie ein rechtliches Update zur EAG Novelle 2020.

In letzter Zeit wurden auch einige Studien und Forschungsprojekte durchgeführt, deren Ergebnisse in den letzten Wochen präsentiert wurden:
– Ecoplus belegt mit dem Projekt „STOP waste – SAVE food“, dass optimierte Verpackungen dazu beitragen, Lebensmittelabfälle zu verringern, und kann so den Umweltsünder Verpackung ein wenig reinwaschen.
– Pulswerk GmbH führte eine Studie über den Einsatz von Mehrwegtransportverpackungen in Österreich durch, bei welchem auch „RePack“, der Gewinner des Green Alley Awards 2014, eine Rolle spielt.
– Die Getränkepfandstudie im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz kommt zu dem Schluss, dass zur Erreichung der vorgegebenen Sammelquoten der EU ein Pfand auf Einweggetränkeflaschen kaum abwendbar ist.

 

Wir wünschen Ihnen eine entspannte und gesunde Frühlingszeit!

Ihr ERP Austria-Team

 

pack2recycle – Bewertung und Optimierung von Verpackungen

Wir möchten Ihnen die neue Dienstleistung der European Recycling Platform (ERP) Austria GmbH als Teil der Landbell Group vorstellen: pack2recycle.

Immer mehr Hersteller werden vom Handel aufgefordert, die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen bekanntzugeben. Wir unterstützen Sie bei der Optimierung Ihrer Verpackungen hinsichtlich deren Recyclingfähigkeit und verschaffen Ihnen somit entscheidende Vorteile.

Damit erfüllen Sie sicher und transparent die Erwartungen des Handels und der Verbraucher bezüglich nachhaltiger Verpackungslösungen. Gewährleisten Sie mit pack2recycle, dass Ihre Materialien nach der Nutzung weiterhin im Kreislauf gehalten werden können, und helfen Sie mit, wertvolle Ressourcen zu schonen.

Gerne stehen wir Fragen unter 0043(1)235 01 40 oder austria@erp-recycling.org zur Verfügung.

 

Green Alley Award 2020 – Werden Sie Teil davon!

Bereits zum siebten Mal verleiht die Landbell Group heuer den Green Alley Award, den einzigen Start-up-Preis speziell für die Circular Economy. Mit dem internationalen Award zeichnet die Landbell Group zusammen mit Partnern der Branche junge Gründer aus, die sich für eine Kreislaufwirtschaft in Europa engagieren.

Bewerben Sie sich jetzt! Die sechs besten Start-ups werden zum großen Pitch-Finale nach Berlin eingeladen, wo sie in Mentoring-Gesprächen auf hochrangige Experten treffen und ihre Idee live einer internationalen Jury vorstellen. Der Gewinner des Awards wird mit einem Preisgeld von 25.000 Euro belohnt. Bis zum 10. Juni 2020 können Bewerbungen online auf https://green-alley-award.com/ eingereicht werden.

Sie können aber auch zu wichtigen Zukunftsthemen im Umweltbereich beitragen und neue Ideen im Bereich Nachhaltigkeit unterstützen:

Werden Sie Förderer des Green Alley Awards!

Ihre Vorteile dabei sind:

  • Mediale Aufmerksamkeit und Positionierung Ihrer Marke
  • Relevante Inhalte, z.B. für soziale Netzwerke, Blog, Unternehmenskommunikation
  • Early Adaptor nachhaltiger Innovationen
  • Vielversprechende Investitionsmöglichkeiten

Je nach Ausmaß Ihres Sponsorings wird ein umfangreiches Paket für Sie geschnürt – von der Logoplatzierung über die Teilnahme an der Award-Veranstaltung bis hin zur Jury-Mitgliedschaft.

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen: austria@erp-recycling.org

 

Elektroaltgeräteverordnung – Novelle 2020 zur Begutachtung ausgesandt

 

Am 18. Februar 2020 wurde vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie der Entwurf der EAG-VO-Novelle 2020 zur Stellungnahme ausgesandt.

Durch die Novelle sollen bestimmte Vorgaben der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronikaltgeräte im österreichischen Recht umgesetzt werden – die Novelle dient zur Anpassung an das EU-Recht.

In der geplanten Novelle wird daher eine Ergänzung der Pflichten der Hersteller vorgenommen, um diese EU-Vorgabe in nationales Recht umzusetzen. Die Ergänzungen können folgendermaßen zusammengefasst werden:

  • Hersteller haben für jene Elektroaltgeräte, die sie zurückgenommen haben, nachweislich sicherzustellen, dass diese nicht beseitigt werden, bevor sie einer Behandlung nach dem Stand der Technik unterzogen wurden.
  • Ein neuer Absatz sieht vor, dass Abfallsammler und Abfallbehandler von Elektroaltgeräten sicherzustellen haben, dass die Vorbereitung zur Wiederverwendung, das Recycling und die Schadstoffentfrachtung unter optimalen Bedingungen erfolgt.
  • In der EAG-VO ist festgehalten, dass es verboten ist, Elektro- und Elektronikgeräte in Verkehr zu setzen, die bestimmte Mengen von diversen Stoffen (z.B. mehr als jeweils 0,1 Gewichtsprozent bei Blei, Quecksilber, sechswertigem Chrom, usw.) beinhalten. Im Anhang 2 gibt es eine Auflistung diverser Ausnahmen, die durch die geplante Novelle ergänzt werden.

Die geplante Novelle soll mit 1.5.2020 in Kraft treten.

„STOP waste – SAVE food“ – über die Notwendigkeit von Lebensmittelverpackungen

 

Das Forschungsprojekt „STOP waste – SAVE food“ von ecoplus, der Wirtschaftsagentur Niederösterreichs, untersuchte den Zusammenhang von Verpackungen und Lebensmittelabfällen. Es konnte belegt werden, dass optimierte Verpackungen dazu beitragen, Lebensmittelabfälle im Handel zu reduzieren und den ökologischen Fußabdruck zu senken. Auch ökonomisch kann es sich auszahlen, in eine nachhaltige Verpackung zu investieren.

Durch eine optimierte Verpackung, welche das Produkt besser schützt, verlängert sich oft die Mindesthaltbarkeit. Eine Pauschalaussage ist in diesem Fall aufgrund der Unterschiedlichkeit der einzelnen Lebensmittel nicht möglich. Dennoch zeigen konkret untersuchte Beispiele einen positiven Trend: Eine Verdopplung der Mindesthaltbarkeit kann die Abfallrate im Handel um etwa 40 % senken.

Verpackungskosten für innovative und nachhaltige Verpackungen sind oft hoch – werden jedoch die Kostenersparnisse, insbesondere jene durch den reduzierten Lebensmittelabfall, mitberücksichtigt, kommt es in dieser erweiterten ökonomischen Bewertung oft zu einer Win-Win-Situation, bei welcher ökonomischer und ökologischer Vorteil Hand in Hand gehen.

Es wird oft propagiert, Verpackungen möglichst zu vermeiden. Aus der Ökobilanz geht dieses Argument jedenfalls nicht hervor. Es kommt vielmehr darauf an, ob durch das Weglassen der Verpackung mehr Lebensmittelabfall entsteht oder nicht. Der Nachteil der zusätzlichen Abfälle muss dann mit dem Vorteil der wegfallenden Verpackung verglichen werden.

Den gesamten Leitfaden sowie Praxisbeispiele des Forschungsprojekts „STOP waste – SAVE food“ (2016-2020) finden Sie hier.

 

Studie über den Einsatz von Mehrwegtransportverpackungen in Österreich

 

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und die Wirtschaftskammer Österreich beauftragten im Jahr 2019 die pulswerk GmbH mit einer Studie über den Einsatz von Mehrwegtransportverpackungen (MTV) in Österreich. Den Link zur Studie finden Sie hier.

Nachdem in Österreich nur wenige Daten zum Einsatz von MTV vorliegen, dient die Studie in erster Linie dazu, sich einen Überblick zu verschaffen sowie Maßnahmen und Empfehlungen abzuleiten.

Aus Sicht der European Recycling Platform ist es besonders erfreulich, dass RePack als Best Practice-Beispiel in der Versandbranche erwähnt wird. RePack hat 2014 den Green Alley Award der Landbell Group, siehe hier, gewonnen.

 

Neue  Möglichkeiten zur Umsetzung der EU-Vorgaben betreffend Getränkegebinde, Pfandsysteme und Mehrweg

 

Die EU- Richtlinie zur Verringerung von Einwegplastik sieht vor, dass bis 2025 77 % aller Einweg-Kunststoffflaschen getrennt gesammelt werden müssen, bis 2029 sind es schon 90 %. In Österreich liegt die Quote der gesammelten Kunststoffgetränkeflaschen derzeit bei ca. 70 %.

Um herauszufinden, mit welchen Maßnahmen die Sammelquote von 90 %, also eine Steigerung um 20 % innerhalb der nächsten neun Jahre, am besten erreicht werden kann, hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie eine Studie in Auftrag gegeben, die vom Technischen Büro Hauer, der Universität für Bodenkultur und der Montanuniversität Leoben erstellt wurde. Nach Untersuchung verschiedenster Varianten kommen die Autoren zu dem Schluss, dass eine Sammelquote von 90 % nur durch Einführung eines Einweg-Pfands realistisch erreichbar ist. Sämtliche andere untersuchten Varianten wären zur Zielerreichung deutlich teurer. Konkret wird ein Pfand auf Kunststoffflaschen und Getränkedosen empfohlen, die Pfandhöhe soll einheitlich bei EUR 0,30 liegen.

Bezüglich der Rücknahmeverpflichtung wird vorgeschlagen, dass alle Geschäfte mit einer Verkaufsfläche > 200 Quadratmeter alle bepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen zurücknehmen müssen. Alle Geschäfte < 200 Quadratmeter müssen nur jene Marken an bepfandeten Einweg-Getränkeverpackungen zurücknehmen, die im Angebot sind oder die das Volumen jener Packstoffe nicht überschreiten, die im Angebot sind. Die Rücknahmeinfrastruktur kann dabei sowohl manuell als auch automatisiert bedient werden.

Die Finanzierung des Einwegpfand-Systems soll durch die Einnahmen des Pfandschlupfes erfolgen. Ob und in welcher Höhe eine Aufwandsentschädigung an den Handel ausbezahlt wird, hängt noch von der konkreten Ausgestaltung des Einwegpfand-Systems ab.

Wichtig ist die Information und Motivation der Konsument*innen und die deutliche Kennzeichnung, bei welchem Gebinde es sich um ein Mehrweggebinde handelt und bei welchem Gebinde es sich um ein bepfandetes Einweggebinde handelt, denn nur dadurch wird den Konsument*innen eine bewusste Auswahl ermöglicht.

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier.