by ERP Austria

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Wichtigste zuerst: Im nächsten Jahr wird unser Newsletter eingestellt und durch unseren internationalen Newsletter ersetzt. In einer globalisierenden Welt und einem Europa mit sich ständig ändernden EU-Richtlinien möchten wir den Fokus vom Nationalen auf das Internationale ausweiten.
Abonnieren Sie hier den Newsletter der European Recycling Platform/Landbell Group: Compass!

Nun aber zum Sachlichen:
Die European Recycling Platform beteiligt sich an einer Konsultation der Europäischen Kommission zur Verbringung von Abfällen. Die Ergebnisse sollen in die Revision der Abfallverbringungsverordnung einfließen. Weiters plant die EU neue Rechtsvorschriften in Bezug auf Batterien und Akkus. Dieses Programm ist ein wichtiger Aspekt in Bezug auf den grünen Deal und die Klimaneutralität bis 2050.

Falls Ihr Unternehmen nicht nur lokal, sondern auch international als Hersteller der erweiterten Herstellerverantwortung unterliegt, können die gesetzlichen Vorgaben zur Umwelt-Compliance ganz schön kompliziert sein – hier helfen Ihnen unsere Regulatory Tracking Reports.
Mit diesen Reports werden auch Entwicklungsländer wie Südafrika, Jordanien oder Moldawien unterstützt und somit wird versucht, eine Hilfestellung bei der Implementierung der erweiterten Herstellerverantwortung zu geben.

Die Anmeldephase für den Green Alley Award ist bereits vorbei und die Zahl der gemeldeten Start-ups kann sich wahrlich sehen lassen. Warum der Award auch einen entscheidenden Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung leisten kann, erfahren Sie in diesem Newsletter.

Neuigkeiten gibt es auch aus Deutschland: Dort steht nämlich ein neu gegründetes Rücknahmesystem für Batterien von DS Entsorgung in den Startlöchern.

Wir wünschen Ihnen erholsame Weihnachtsfeiertage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Spaß mit unserem Newsletter!

Ihr ERP Austria-Team

 

ERP-Beteiligung bei Konsultation zur Verbringung von Abfällen

Die Europäische Kommission hat kürzlich eine weitere Konsultation zur Verbringung von Abfällen durchgeführt, an der sich die European Recycling Platform (ERP) beteiligt hat.
Die Ergebnisse sollen in die geplante Revision des Rechtsrahmens, insbesondere der Abfallverbringungsverordnung (Waste Shipment Regulation), einfließen.

Die Konsultation soll besonders die Frage beantworten, wie der Rechtsrahmen angepasst werden muss, um den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft bestmöglich zu unterstützen.
Des Weiteren erhofft sich die Kommission von den Stakeholdern Vorschläge dafür, wie der unrechtmäßige Export von Abfällen in Drittländer vermieden und wie der Vollzug der Regelungen insgesamt gestärkt werden kann. ERP ist der Auffassung, dass der Transport von Abfällen innerhalb der Europäischen Union erleichtert werden sollte, insbesondere, wenn diese für die Vorbereitung zur Wiederverwertung oder für das Recycling vorgesehen sind.
Dass Abfälle dorthin transportiert werden, wo sie am besten verwertet werden können, verhindern die derzeitigen Beschränkungen und unterschiedlichen Regelungen in den Mitgliedstaaten. Dasselbe gilt nach Auffassung von ERP für den Export von Abfällen in Drittländer. Wenn sichergestellt ist, dass bei der Verwertung vor Ort entsprechende Umweltstandards eingehalten werden, sollte der Export weiterhin möglich sein.
Die geplante Stärkung des Vollzugs wird von ERP vollumfänglich unterstützt.

 

Neue EU-Rechtsvorschriften für Batterien

Batterien spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben und stellen sicher, dass viele täglich genutzte Produkte, Geräte und Dienstleistungen ordnungsgemäß funktionieren und die Gesellschaft mit verlässlicher Energie versorgt wird.

Nicht alle Batterien werden am Ende ihrer Nutzungszeit gesammelt und ordnungsgemäß recycelt, was das Risiko der Freisetzung gefährlicher Stoffe erhöht und gleichzeitig eine Verschwendung wichtiger Ressourcen darstellt.

Die EU-Gesetzgebung wird mit der Batterieverordnung umgesetzt und zielt darauf ab, die Umwelt zu schützen, zu erhalten und zu verbessern, indem negative Einflüsse durch Batterien und Akkus minimiert werden.

Die Maßnahmen sind bedeutend für die Umsetzung des europäischen grünen Deals und tragen zum darin festgelegten Null-Schadstoff-Ziel bei. Sie fördern nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und sind für saubere Energien und das Erreichen der Klimaneutralität bis 2050 erforderlich.
Der Vorschlag befasst sich mit den sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragen im Zusammenhang mit allen Typen von Batterien. Folgende Punkte stehen auf dem Programm:

  • Batterien, die in der EU in Verkehr gebracht werden, sollten über ihren gesamten Lebenszyklus nachhaltig, leistungsfähig und sicher sein.
  • Förderung nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit in Europa. Das bedeutet verbindliche Anforderungen für alle Batterien.
  • Schaffung von Rechtssicherheit
  • Minimierung der Umweltauswirkungen von Batterien
  • Anforderungen und Zielvorgaben für den Gehalt an recycelten Materialien sowie für die Sammlung, Behandlung und das Recycling von Batterien.
  • Umnutzung von Batterien aus Elektrofahrzeugen soll erleichtert werden.
  • Einsatz neuer IT-Technologien und eines vernetzten Datenraums für sicheren Datenaustausch

Die Pressemitteilung der EU zum Thema nachhaltige Batterien finden Sie hier.

Weitere Fragen und Antworten zur Verordnung über nachhaltige Batterien finden Sie hier.

 

Regulatory Tracking Reports für Hersteller und Händler

Immer mehr Länder folgen dem europäischen Regulierungsansatz der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR), der die Hersteller für die Entsorgung ihrer Produkte am Ende des Lebenszyklus verantwortlich macht.

Damit verpflichtete Unternehmen bei der wachsenden Anzahl an Regulierungs-, Finanzierungs- und Berichtspflichten zur erweiterten Herstellerverantwortung nicht den Überblick verlieren, bietet Landbell Group Orientierung in Form von Regulatory Tracking Reports.

  • Die Reports fassen Gesetze, Vorschriften und wesentliche Informationen zur erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility / EPR) übersichtlich zusammen.
  • Sie bieten eine Zusammenfassung des rechtlichen Status Quo sowie die Analyse von Herstellerpflichten in Bezug auf Produktdesign, Kennzeichnung, Benutzerinformationen und Rücknahmeverpflichtungen.
  • Die Berichte decken die drei Abfallströme Elektro- und Elektronikaltgeräte, Batterien und Verpackungen ab und sind inzwischen für mehr als 100 Länder verfügbar.

Je nach individuellem Bedarf bieten wir verschiedene Arten von Reports an. Mehr Informationen finden Sie in unserem Video oder auf der Landbell-Group Homepage.

 

Landbell Group unterstützt Länder weltweit

Landbell Group verfügt über große Erfahrung und betreibt mehr Rücknahmesysteme als jedes andere Unternehmen weltweit. Das mehrsprachige internationale Team und das Netzwerk von Experten unterstützen Länder weltweit im Aufbau von Compliance-Lösungen.

Länder, in denen das Thema erweiterte Herstellerverantwortung noch keinen hohen Stellenwert hat, orientieren sich an europäischen Ländern und versuchen diese mit unserer Hilfe umzusetzen.

In Südafrika war die Landbell Group bereits in der Vergangenheit mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem umfangreichen Fachwissen tätig und hat Workshops zum Wissensaustausch organisiert. Auch wenn Südafrika beim Abfallmanagement eine Vorreiterrolle in seiner Region einnimmt, liegt die Recyclingquote des Landes mit 34% noch weit hinter den Zielen der Regierung. Mehr dazu erfahren Sie hier.

In Moldawien wurde das Konzept der erweiterten Herstellerverantwortung erst im Jahr 2016 eingeführt, die Verordnung über Elektro- und Elektronikaltgeräte folgte im Jahr 2018. Im August dieses Jahres wurde letztlich die Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle beschlossen, die sich an der EU-Verpackungsrichtlinie orientiert. Moldawien ist eines der vielen Länder, das von der Landbell Group unterstützt wird. Diese Berichte analysieren die neuesten Entwicklungen und Anforderungen zum Thema der erweiterten Herstellerverantwortung in über hundert Ländern weltweit. Mehr dazu hier.

In Jordanien gibt es bis heute noch keine erweiterte Herstellerverantwortung, weder für Elektrogeräte noch für Verpackungen oder Batterien. Angesichts des wachsenden Abfallaufkommens haben die Behörden allerdings damit begonnen, entsprechende Gesetze auf den Weg zu bringen. Sollten diese umgesetzt werden, wäre Jordanien das erste Land im arabischen Raum, das über entsprechende Regelungen verfügt. Auch Jordanien wird durch die „Regulatory Tracking Reports“ der Landbell Group abgedeckt. Weitere Informationen dazu können Sie hier nachlesen.

 

189 Bewerbungen für den Green Alley Award

Die Bewerbungsfrist für den Green Alley Award 2020/21 endete am 17. November. Wir freuen uns, dass insgesamt 189 Bewerbungen eingingen. Das Green Alley Award-Team wird diese nun prüfen und entscheiden, welche Geschäftsideen es bis ins Finale schaffen.

Für das Team ist diese Phase besonders spannend, da sie einmal mehr den positiven Beitrag vor Augen führt, den der Award und die vielen innovativen Geschäftsideen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft leisten.

Gemeinsam für eine sauberere Umwelt

Für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft bedarf es der Zusammenarbeit verschiedenster Akteure. Die Politik muss die notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen schaffen, so wie es die Europäische Union mit der Verabschiedung des neuen Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft getan hat.

Dessen Ziel ist es, nachhaltige und langlebige Produkte herzustellen, die es den Bürgern ermöglichen, sich pro-aktiv an der Kreislaufwirtschaft zu beteiligen und von deren Vorteilen zu profitieren.

Hier kommen die Start-ups ins Spiel: „Wir brauchen Start-ups als Innovationstreiber, um genau diese Alternativen zu entwickeln“, sagt Dr. Thomas Fischer, Head of Market Intelligence and Governmental Affairs bei Landbell Group.

Abfall einen neuen Wert geben

Vorjahresgewinner Gelatex Technologies ist ein ideales Beispiel für eine solche Lösung: Das Start-up aus Estland überzeugte die Jury mit seiner nachhaltigen Alternative zu Leder. Das sogenannte Gelatex-Material wird überwiegend aus gebrauchter Gelatine hergestellt, die wiederum aus den Abfällen der Leder- oder Fleischindustrie gewonnen wird.

Der Auswahlprozess für die Finalisten hat begonnen. Welche der 189 Ideen werden es bis ins große Finale in Berlin schaffen? Auf der Webseite des Green Alley Awards gibt es alle Neuigkeiten.

 

DS Entsorgung gründet Rücknahmesystem für Batterien

Die DS Entsorgungs- und Dienstleistungs-GmbH hat ein neues Rücknahmesystem für Geräte-Altbatterien gegründet. Am 1. Oktober 2020 wurde das System mit Sitz in Mainz von der zuständigen Behörde als herstellereigenes Rücknahmesystem im Sinne des Batteriegesetzes genehmigt und ist seitdem deutschlandweit in Betrieb.

Laut Batteriegesetz sind Hersteller von Gerätebatterien dazu verpflichtet, die von Händlern oder öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern gesammelten Altbatterien zurückzunehmen und einer ordnungsgemäßen Verwertung zuzuführen. Dafür müssen sie sich einem Rücknahmesystem anschließen.

Die DS Entsorgungs- und Dienstleistungs-GmbH sorgt als Spezialist für Filial- und Standortentsorgung sowie die Rücknahme von Transportverpackungen nun auch dafür, dass Hersteller ihren gesetzlichen Verpflichtungen im Rahmen des Batteriegesetzes nachkommen können und damit zur flächendeckenden Sammlung und ordnungsgemäßen Verwertung von Geräte-Altbatterien beitragen.

Weitere Informationen zum neuen Batterierücknahmesystem finden Sie hier.

 

Wir hoffen, die letzte Ausgabe unseres Newsletters hat Ihnen gefallen! Wir möchten Sie auch weiterhin umfassend informieren und unterhalten. Dazu legen wir Ihnen unseren internationalen Newsletter ‚Compass!‘ der Landbell Group ans Herz. Anmelden können Sie sich hier.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Treue und Ihr Interesse!

Ihr ERP Austria-Team