Warum Recycling wichtig ist

Während die Konsumenten mehr und mehr Produkte kaufen (beispielsweise Elektro- und Elektronikgeräte), nehmen die Nutzungszeiten der Produkte kontinuierlich ab. Dadurch erhöht sich das Abfallvolumen, z.B. durch Verpackungsmüll, Batterien und ausgediente Geräte.

Effiziente Recyclinglösungen kommen den Menschen, den Unternehmen und der Umwelt zugute.

Was kann recycelt werden?

Wir glauben, Recycling sollte einfach sein.

Allerdings gibt es so viele Arten von Produkten und Materialien und auch von Verpackungssymbolen, dass es oft schwer zu unterscheiden ist, was recycelt werden kann und was nicht.

Um die Dinge zu vereinfachen, haben wir einen interaktiven Leitfaden zusammengestellt, der Ihnen verrät, was Sie recyceln können und was nicht. Außerdem finden Sie hier noch allgemeine Informationen darüber, was während des Recyclings passiert und was wiederverwendet werden kann.

Klicken Sie auf die Symbole und erfahren Sie mehr über den Recycling-Prozess.

Haushaltsgroßgeräte

Unter Großgeräten versteht man Geräte, deren größte Kantenlänge größer oder gleich 50 cm ist, wie beispielsweise Waschmaschinen, Trockner, Herde oder Geschirrspüler.

Der erste Schritt im Recyclingprozess ist hier die Dekontaminierung: Kabel und andere elektrische Komponenten werden entfernt, Kunststoffe, Eisengemische und andere Metalle werden abgetrennt. Anschließend werden sie weiteren Verarbeitungs- und Rückgewinnungsprozessen zugeführt.

Recyclingprozess

  1. Vorsortierung, Schadstoffentfrachtung
  2. Schreddern
  3. Trennung

Wiedergewonnene Materialien

  • Kabel
  • Beton
  • Kondensator
  • Kunststoff
  • Eisenmetall
  • Nichteisenmetall

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Kühlgeräte

Kältegeräte, Klimageräte und Ölradiatoren umfassen Kühlschränke, Gefrierschränke und -truhen und alle anderen Geräte mit Kühlvorrichtungen wie zum Beispiel Wasserkühler. Manche dieser Geräte enthalten noch Kältemittel, die als ozon-abbauende Substanzen, die zur Zerstörung der Ozonschicht beitragen, klassifiziert und mittlerweile verboten sind, wie zum Beispiel Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) und teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (H-FCKWs). Diese Gase werden aufgefangen und in speziellen Aufbereitungsanlagen weiterbearbeitet.

Die Schadstoffbeseitigung bei Kühlgeräten umfasst eine Reihe von Prozessen: Kompressoren werden dekontaminiert, um ozonschädigende Substanzen und Öle zu bergen; Isolierschaum wird aufbereitet, um ozonschädigende Substanzen rückzugewinnen; Metalle werden wiederverwertet und wiederverkauft; und Kunststoffe können für neue Produkte wiederverwertet werden. Die rückgewonnenen Öle und ozonschädigenden Substanzen werden in einem speziellen Verfahren zerstört.

Recyclingprozess

  1. Schadstoffentfrachtung
  2. Schreddern
  3. Trennung
  4. Schadstoffentfrachtung von Schaum

Wiedergewonnene Materialien

  • Gas
  • Öl
  • Schaum
  • Kunststoff
  • Eisenmetall
  • Nichteisenmetall

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Bildschirmgeräte

Bildschirmgeräte einschließlich Bildröhrengeräte umfassen Kathodenstrahlröhren (wie z. B. in alten Fernsehern und Computermonitoren), LCD- und Plasmabildschirme sowie -monitore.

Kathodenstrahlröhren enthalten gefährliches Phosphor, plombiertes Glas, Kupfer und andere, seltene Metalle. Diese Materialien können wiedergewonnen und für die Produktion neuer Produkte verwendet werden. Auch die Ummantelungen und das Trichterglas aus den Kathodenstrahlröhren werden rückgewonnen. Der Überzug des Trichterglases wird entfernt und aus dem gereinigten Glas werden neue Kathodenstrahlröhren erzeugt.

Die meisten LCD-Bildschirme verwenden Quecksilberlampen zur Bildschirmbelichtung. Um diese Lampen zu entfernen, muss das Gerät zerlegt werden, bevor der LCD-Schirm weiterverarbeitet werden kann. Derzeit wird daran geforscht, effektivere, automatisierte Lösungen zu entwickeln.

Recyclingprozess

  1. Manuelle Demontage
  2. Entfernung der Bildröhre (Pb, Ba)
  3. Zerlegung und Metallentfernung
  4. Glasreinigung und Behandlung

Wiedergewonnene Materialien

  • Eisenmetall
  • Nichteisenmetall
  • Gehäuse und Elektronik
  • Leiterplatte
  • Bleiglas
  • Bleifreies Glas

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Elektrokleingeräte

Kleingeräte umfassen Geräte mit einer maximalen Kantenlänge von weniger als 50 cm. Dazu zählen Staubsauger; Teppichkehrmaschinen; sonstige Reinigungsgeräte; Geräte zum Nähen, Stricken, Weben oder zur sonstigen Bearbeitung von Textilien; Bügeleisen und sonstige Geräte zum Bügeln, Mangeln oder zur sonstigen Pflege von Kleidung; Toaster; Fritteusen; Mühlen, Kaffeemaschinen und Geräte zum Öffnen oder Verschließen von Behältnissen oder Verpackungen; elektrische Messer; Haarschneidegeräte, Haartrockner, elektrische Zahnbürsten, Rasierapparate, Massagegeräte und sonstige Geräte für die Körperpflege; Wecker, Armbanduhren und Geräte zum Messen, Anzeigen oder Aufzeichnen der Zeit sowie Waagen.

Elektrokleingeräte sind aufgrund der großen Vielfalt an Materialien, die zurückgewonnen werden können, die komplizierteste Fraktion.

Im Rahmen der Behandlung werden diese Geräte zuerst dekontaminiert, d.h. Batterien, Kabel, Toner und Kartuschen werden entfernt. Anschließend werden die Apparate zerschreddert, Kunststoffe werden von Metallen separiert.

Recyclingprozess

  1. Manuelle Vorbehandlung
  2. Zerlegung
  3. Sortierstation
  4. Schreddern
  5. Trennung

Wiedergewonnene Materialien

  • Kabel
  • Feine Materialien
  • Abfall
  • Einzelne Komponenten
  • Eisenmetall
  • Nichteisenmetall
  • Kunststoff

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Gasentladungslampen

Diese Kategorie umfasst Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und LED-Lampen, während traditionelle Glühbirnen mit Glühfaden und Halogenlampen nicht in den Geltungsbereich des ElektroG fallen.

Die Lampen werden zerkleinert und in druckdichten Behältern gewaschen und aufbereitet. Durch spezielle Maschinen werden Quecksilber und Phosphor entfernt, die verbleibenden Materialien werden in Glas, Metall und Kunststoff sortiert.

Phosphor und Quecksilber können für die Herstellung neuer Lampen verwendet werden. Das zerkleinerte Glas kann als Ofenfutter verwendet werden. Die Aluminiumverschlusskappen werden geschmolzen und mit den anderen Metallen recycliert.

Recyclingprozess

  1. Schreddern
  2. Trennung
  3. Staubabsaugung

Wiedergewonnene Materialien

  • Eisenmetall
  • Nichteisenmetall
  • Quecksilber

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Batterien

Eine Batterie bzw. ein Akkumulator ist eine aus einer oder mehreren (nicht wiederaufladbaren) Primärzellen oder aus einer oder mehreren (wiederaufladbaren) Sekundärzellen bestehende Quelle elektrischer Energie, die durch unmittelbare Umwandlung chemischer Energie gewonnen wird.

Die meisten Batteriearten enthalten giftige Schwermetalle (wie Nickel, Cadmium oder Quecksilber). Im Zuge einer entsprechenden Behandlung können all diese Metalle zurückgewonnen und wieder verwendet werden.

Die Verwertung von Batterien ist wichtig für die Umwelt und soll sicherstellen, dass Batterien nicht auf Deponien landen, wo ihre enthaltenen Schwermetalle ausgewaschen werden und dadurch Boden wie Wasser kontaminieren. Auch bei der Verbrennung von Batterien werden die Schwermetalle freigesetzt und gelangen so in die Luft.

Eine Kontamination von Boden, Wasser und Luft wäre katastrophal für Mensch, Tier und Pflanze.

Recyclingprozess

  1. Sortierung
  2. Schreddern

Wiedergewonnene Materialien

  • Kunststoff
  • Metall
  • Säure
  • Blei
  • Mangan
  • Zink
  • Kobalt
  • Quecksilber
  • Cadmium
  • Nickel

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Photovoltaikmodule

Siliziumhaltige PV-Module können in der Regel von Glasbehandlern manuell oder mechanisch zerlegt werden, ohne dass die Halbleiterschichten vorher entfernt werden müssen.

Bei nicht-Siliziumhaltigen PV-Modulen müssen die  Halbleiterschichten vorher mit speziellen Techniken entfernt werden. Diese Art der Module können giftige Schwermetalle enthalten, die ebenfalls unter bestimmten Techniken isoliert werden müssen.

Recyclingprozess

  1. Entferung von Kabeln, Steckern und Halbleitern
  2. Trennung von Aluminium und Glas vom PV-Modul
  3. Entferung von Etiketten und Schilderns
  4. Wiederverwendung oder Recycling des EVA-Films und Rückgewinnung chemischer Bestandteile wie Cadmium und Selenium
  5. Aufteilung in Einzelteile (Fraktionen) wie EVA-Film, Aluminium, Halbleiterplatten, Kabel und Stecker sowie Glas
  6. Recycling der Glasfraktionen in einer Schmelzhütte

Wiedergewonnene Materialien

  • Kabel
  • Cadmium
  • Einzelne Komponenten
  • Bleiglas
  • Metall
  • Kunststoff
  • Bleifreies Glas

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