by Michael Gormann

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Herstellereigenes Rücknahmesystem übertrifft erneut gesetzliche Vorgaben

Das herstellereigene Rücknahmesystem der European Recycling Platform (ERP) Deutschland GmbH hat im Jahr 2017 für Geräte-Altbatterien eine Sammelquote von 46,3 Prozent erreicht. Dies ist von einem externen Sachverständigen bestätigt worden. Im gleichen Jahr haben sich weitere Hersteller dem Rücknahmesystem von ERP angeschlossen. Die Menge der in Verkehr gebrachten Gerätebatterien hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 3315 Tonnen verdoppelt. Dies erforderte eine bedeutende Erhöhung der Menge der gesammelten Geräte-Altbatterien in 2017.

ERP hat die Sammlung von Geräte-Altbatterien in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausweiten und die steigenden Anforderungen des Batteriegesetzes stets erfüllen können. Im Jahr 2012 lag die gesetzlich vorgeschriebene Sammelquote noch bei 35 Prozent, 2014 bei 40 Prozent. Seit 2016 müssen sowohl die herstellereigenen Rücknahmesysteme als auch das Gemeinsame Rücknahmesystem mindestens 45 Prozent der in Verkehr gebrachten Gerätebatterien zurücknehmen. Damit soll gewährleistet werden, dass möglichst viele Altbatterien verwertet und die darin enthaltenen Materialen wiederverwendet werden können.

Auch Verbraucher sind laut Batteriegesetz verpflichtet, sich an der Rücknahme von Geräte-Altbatterien zu beteiligen. So müssen gebrauchte Batterien, die sich in Geräten wie Spielzeug, IT- und Kommunikationstechnik oder Werkzeugen befinden, einer rechtmäßigen Sammelstelle zugeführt werden. Die Restabfalltonne ist für diesen Zweck ungeeignet, da die Geräte-Altbatterien in dem Fall nicht aussortiert und entsprechend auch nicht verwertet werden können. Zudem besteht die Gefahr, dass Chemikalien austreten und Umwelt und Gesundheit beeinträchtigen.

ERP führt die Sammlung der Geräte-Altbatterien in speziell dafür vorgesehenen Batteriefässern durch. Für kleinere Sammelmengen etwa am Arbeitsplatz, in Schulen oder Geschäften gibt es spezielle Sammelbehälter. Diese erhalten interessierte Batteriesammler kostenfrei auf der eigens dafür eingerichteten Webseite www.batterien-sammeln.de. Die gesammelten Geräte-Altbatterien werden dann – ebenfalls kostenfrei – von ERP abgeholt.

Das herstellereigene Rücknahmesystem von ERP ist seit 2010 von der obersten Behörde des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt und betreibt seitdem eine wachsende, flächendeckende Rücknahme von Geräte-Altbatterien in Deutschland. Gesammelte Altbatterien werden sortiert und dann spezialisierten und von ERP überprüften Verwertungsanlagen zugeführt.

Den Erfolgsbericht 2017 über die Rücknahme von Gerätebatterien entnehmen Sie dem nachfolgenden Link

 ERP Erfolgsbericht 2017 – öffentlich – V3

 

Über ERP

Die European Recycling Platform (ERP) wurde 2002 als Reaktion auf die Einführung der Richtlinie für Elektro- und Elektronikaltgeräte der Europäischen Union ins Leben gerufen. Das Ziel von ERP ist die Sicherstellung einer hochwertigen und kosteneffizienten Umsetzung der Richtlinie zum Vorteil der Kunden und der Umwelt.

Seit Juni 2014 gehört ERP zur Landbell Group, einem internationalen Anbieter von Service- und Beratungslösungen für Umwelt- und Chemikalien-Compliance. ERP und Landbell Group haben zusammen mehr als 7 Millionen Tonnen Verpackungen, mehr als 3 Millionen Tonnen Elektroaltgeräte und mehr als 50.000 Tonnen Altbatterien gesammelt.

ERP ist die erste und einzige pan-europäische Herstellerverantwortungsorganisation, die in Dänemark, Deutschland, Finnland, Irland, Israel, Italien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Spanien und im Vereinigten Königreich zugelassen ist. Indem sie die Vorteile multinationaler Recyclingverfahren an ihre Kunden weitergibt, hat sich ERP als wettbewerbsfähigste Lösung für Unternehmen in den Ländern erwiesen, in denen sie Elektroaltgeräte-, Batterie-, Verpackungs-Compliance sowie Rücknahme-Services anbietet.