by ERP Austria

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Winter steht vor der Tür, die Tage werden kürzer, aber in der Abfallwirtschaft ist immer etwas los! Wir berichten diesmal über von uns – und damit von Ihnen – finanzierte Projekte und versorgen Sie mit spannenden Informationen über Veranstaltungen und aktuelle Entwicklungen.

Wir wünschen Ihnen eine stimmungsvolle Adventszeit!

Ihr ERP Austria-Team

 

 

Wir stellen vor: unsere Abfallvermeidungsprojekte

ERP stellt jährlich einen Teil der eingenommenen Entpflichtungsentgelte für die Förderung von Abfallvermeidungsprojekten zur Verfügung. Derzeit werden drei verschiedene Institutionen von uns unterstützt, die wir Ihnen an dieser Stelle nach und nach vorstellen. Ein ganz aktuelles Thema für die Adventszeit ist die Wundertüte:

 

Die Wundertüte der Caritas für Familien in Not

Jedes Jahr zu Weihnachten landet die Wundertüte in Österreichs Postkästen. Durch diese Aktion von Ö3, der Caritas und Licht ins Dunkel können alte, nicht mehr verwendete Handys umweltgerecht entsorgt werden. Gleichzeitig wird damit Familien in Not in Österreich geholfen, denn für jedes wiederverwertbare Handy gehen 3 Euro und für jedes kaputte Handy 50 Cent an die Soforthilfe von Licht ins Dunkel und Caritas.

Mit dem Spendengeld aus der Ö3-Wundertüte werden tausende Familien mit Kindern in akuten Notlagen unterstützt. Mit Überbrückungszahlungen für Mieten, Stromrechnungen, mit Soforthilfe nach tragischen Todesfällen, mit Lebensmittelgutscheinen und Zuzahlungen zu Behindertenbehelfen gelingt es immer wieder, ihre Lebenssituation zu stabilisieren. Oft wird es für sie dadurch wieder möglich, aus eigener Kraft eine langfristige Perspektive zu finden.

Die Wundertüte ist ein Projekt, bei dem tatsächlich „das ganze Land“ zusammenwirkt: Die Schulen haben etwa 2017 ein gemeinsames Zeichen gesetzt und miteinander 70.000 Handys gesammelt. Auch viele Firmen im Land machen mittlerweile Gebrauch vom Angebot, ihre alten Firmenhandys über die Ö3-Wundertüte effizient und umweltgerecht zu entsorgen. Seit dem Beginn der Aktion sind es insgesamt rund 5,2 Millionen Geräte, die in der Verwertung zu rund acht Millionen Euro Spendengeld und so unmittelbar zum Auffangnetz für Familien in Notlagen geworden sind.

Die Caritas führt die Sortierung selbst durch und erweitert damit das Arbeitsangebot des Projektes für langzeitarbeitslose Menschen im carla nord. Mit diesem werden Frauen und Männer beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt.

Sie haben Fragen zur Wundertüte? Hier finden Sie Antworten: Infotelefon 0800 600 600, Infoseite von Ö3, Infoseite der Caritas.

 

Öffentlichkeitsarbeit in Schulen: „Lässig sammeln statt uncool wegwerfen“

Die Hersteller und Importeure sind gemäß § 13 EAG-VO für eine ausreichende Öffentlichkeitsarbeit zur Information der Haushalte und Betriebe verantwortlich. Dieser Verpflichtung kommen sie durch die Teilnahme an einem Sammel- und Verwertungssystem nach. Mit einem Teil der Systementgelte wird die von der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) koordinierte Öffentlichkeitsarbeit finanziert.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Bewusstseinsförderung der jüngsten Konsumenten. Seit 2014 ist mit dem EAG- und Altbatterien-Schulkoffer an Österreichs Schulen ein Unterrichtsinstrument im Einsatz, mit dem Kindern Themen wie Rohstoffknappheit und Recycling sehr anschaulich und spielerisch vermittelt werden.

Von 15. bis 17. Oktober 2018 wurde im Bildungszentrum Gleiß in Niederösterreich ein umweltpädagogisches Pilotprojekt durchgeführt, mit dem Ziel, dieses Projekt auf möglichst viele weitere Schulstandorte im gesamten Bundesgebiet auszuweiten.

SchülerInnen aller Klassen und Schultypen beschäftigten sich drei Tage lang in Schulworkshops und Exkursionen zur Verwertungsanlage METRAN intensiv mit den Themen Abfallvermeidung und Mülltrennung, wobei Elektroaltgeräte, Batterien und Akkus im Mittelpunkt standen. Auch hier war der Schulkoffer im Einsatz: Am Beispiel eines zerlegten Smartphones machten die Jugendlichen Bekanntschaft mit den verschiedenen Rohstoffen ihres ständigen Begleiters und lernten auf diese Art und Weise, dass nicht mehr verwendete Handys nach wie vor einen enormen Wert haben und deshalb nichts in verstaubten Schubladen und schon gar nichts im Restmüll verloren haben.

Absoluter Höhepunkt der Projekttage war der Sammeltag für Elektro-Kleingeräte und Altbatterien. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen – gemeinsam wurden in knapp 3 Stunden 3.508 Elektroaltgeräte gesammelt, davon 1.000 Handys, außerdem ca. 150 kg Altbatterien. Hochgerechnet auf die SchülerInnen des Bildungszentrums hat jede/r einzelne 12 Stück Elektroaltgeräte gesammelt. Die 1. Klasse der Volksschule ging als Siegerklasse aus dem Sammelwettbewerb hervor – sie sammelte insgesamt 880 Geräte und erhielt € 500,– von der EAK für die Klassenkasse.

Ein Kurzfilm von Lukas Kößler BEd. und seinem Presseteam gibt einen Einblick in die Workshops, die Exkursionen und den Sammeltag.

Weitere Informationen über die Schulprojekte der EAK finden Sie hier.

 

Care Innovation Conference 2019 in Wien

Von 26. bis 29. November 2018 fand in Wien im Schloss Schönbrunn die Care Innovation Conference statt. Das Event wurde von ERP gesponsert. Im Rahmen der Konferenz wurden Marktentwicklungen, Technologiefortschritte und neueste Gesetzgebungen diskutiert.

Andreas Bohnhoff von ERP stellte Strategien zur Umkehrlogistik für Lithium-Ionen-Batterien vor und erklärte, wie die Vorschriften des Europäischen Übereinkommens zur internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR-Richtlinie) eingehalten werden können. Weiters erläuterte Arne Campen von Landbell Group die EU-Vorschriften bezüglich Geoblocking und Warenverkauf und konkretisierte deren Auswirkungen auf die erweiterte Herstellerverantwortung für Versandhändler elektronischer Geräte.

Das Ziel der CARE Innovation Conference bestand darin, neue und umweltfreundliche Produktentwicklungen der Elektronik- und der Automobilindustrie zu präsentieren und zu diskutieren. Die Konferenz wurde von wichtigen Akteuren aus der Industrie sowie von Organisationen relevanter Branchen besucht.

 

Aeropowder gewinnt den Green Alley Award 2018

Der Gewinner des diesjährigen Green Alley Awards ist das britische Start-up Aeropowder. Die Gründer konnten die Jury mit ihrem isolierenden Verpackungsmaterial überzeugen und sich gegen fünf starke Konkurrenten durchsetzen. Aeropowder stellt aus Geflügelfedern, die in der Industrie als Abfall anfallen, nachhaltiges thermisches Verpackungsmaterial her. Federn sind dazu hervorragend geeignet, denn sie sind leicht, robust und isolieren gegen Hitze und Kälte. Für die Verarbeitung zur Verpackung werden nach der Reinigung und Behandlung die Federn von einer biologisch abbaubaren, zertifizierten und lebensmitteltauglichen Schutzhülle umwickelt. Unter dem Namen Pluumo stellen diese schützenden Kissen eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Polystyrolverpackungen, PE-Schaumstoffen oder Thermofolien dar.

Die Green Alley Award-Verleihung fand am 18. Oktober im Haus Ungarn in Berlin statt. Im Rahmen von Mentoring-Gesprächen arbeiteten die Finalisten gemeinsam mit Experten an ihren Geschäftsmodellen. Im Anschluss stellten alle sechs Start-ups ihre Projekte in Live-Pitches dem Publikum und der Jury vor. „Auch in diesem Jahr ist uns die Entscheidung nicht leichtgefallen. Unsere Finalisten haben sechs starke und gut ausgearbeitete Konzepte präsentiert“, so Jan Patrick Schulz, CEO von Landbell Group. „An Aeropowder und ihrem Produkt Pluumo hat uns die Idee überzeugt, Materialien, die andernfalls entsorgt würden, einen neuen Sinn zu geben. Solche innovativen Ansätze, die die Entwicklung zur Kreislaufwirtschaft fördern, wollen wir mit dem Green Alley Award würdigen.“

Die Atmosphäre dieses großartigen Events wurde in einem kurzen Mood-Film eingefangen.

 

At a Glance Reports“ – Herstellerverantwortung leicht erklärt

Landbell Group startet einen neuen Service im Bereich „Regulatory Tracking“. Dieser beinhaltet unter anderem Kurzberichte mit dem Namen „At a Glance Reports“.

Ziel der Kurzberichte ist es, den Herstellern – übersichtlich und verständlich – einen länderspezifischen Überblick über ihre bestehenden Pflichten im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) aufzuzeigen. Die Übersicht adressiert neben den gesetzlichen Grundlagen jede Phase des Produktlebenszyklus – vom Produktdesign über die Benutzerinformation bis zu den Rücknahmeverpflichtungen unter Berücksichtigung verschiedener Verkaufsstrategien.

Drei verschiedene Berichte vermitteln dabei die notwendigen Grundkenntnisse für die Einhaltung der nationalen Vorgaben für Verpackungen, Elektroaltgeräte und Batterien.

Bisher decken die Berichte mehrheitlich europäische Länder ab, werden aber zügig um andere Länder auch außerhalb Europas erweitert.

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

 

Bekämpfung von Meeresmüll: EU-Parlament befürwortet Restriktionen für bestimmte Plastik-Einwegprodukte

Am 24. Oktober 2018 hat das Europäische Parlament für einen Richtlinienentwurf zum Verbot bestimmter Wegwerfprodukte aus Kunststoff gestimmt. Nach Angaben der Europäischen Kommission handelt es sich bei mehr als 70% des Meeresmülls um zehn Produkte aus Einwegplastik sowie Fischernetze. Im Rahmen der geplanten Maßnahmen sollen Einwegbesteck, Wattestäbchen, Strohhalme und Rührstäbchen ab 2021 verboten werden. Für andere Kunststoffprodukte sollen nationale Reduktionsziele in Höhe von mindestens 25% bis 2025 gelten.

Darüber hinaus umfasst der Richtlinienentwurf bzw. der Vorschlag des Europäischen Parlaments die Pflicht, kunststoffhaltige Zigarettenfilter bis 2035 um 50% zu reduzieren und eine Recyclingquote von 50% für verloren gegangene Fischfanggeräte zu erreichen.

Außerdem müssen die Mitgliedstaaten Herstellerverantwortungssysteme für Fischfanggeräte, aber auch für andere Kunststoffprodukte wie Lebensmittel- und Getränkebehälter und Tabakwaren mit Filtern einführen. Die Hersteller dieser Produkte sollen nicht nur die Kosten für die Sammlung und Verwertung ihrer Abfallprodukte, sondern auch die Reinigungskosten von Vermüllung (englisch Littering) tragen.

Der Richtlinienentwurf wurde im Europäischen Parlament mit einer Abstimmung von 571 zu 51 bei 34 Stimmenthaltungen angenommen. Das Europäische Parlament ist nun in Trilogverhandlungen mit der Kommission und den Mitgliedstaaten eingetreten. Geplant ist, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden und die Richtlinie noch vor den Europawahlen im Mai kommenden Jahres offiziell zu verabschieden.

 

Trotz Bedenken: EU-Parlament schlägt neue Beschränkungen für bromierte Flammschutzmittel vor

Europäische Parlament hat die Bedenken der Hersteller und Recyclingindustrie ignoriert und die Einschränkung der Verwendung bestimmter bromierter Flammschutzmittel vorgeschlagen. In einer Abstimmung am 15. November stimmten die Abgeordneten über den Berichtsentwurf von Julie Girling über die Änderung der Verordnung über persistente organische Schadstoffe (POP) ab. European Recycling Platform (ERP) und neun andere Organisationen hatten eingewandt, dass diese Beschränkungen das ordnungsgemäße Recycling von Kunststoffen aus Elektro- und Elektronikaltgeräten (WEEE) gefährden und auf diese Weise die Bemühungen der Europäischen Union um eine Kreislaufwirtschaft vereiteln könnten.

Die Änderungen des EU-Parlaments sehen vor, für Decabromdiphenylether (DecaBDE) eine Höchstgrenze von 10 mg/kg einzuführen, sofern diese als Bestandteil in Stoffen, in Gemischen, Erzeugnissen oder flammgeschützten Bestandteilen von Erzeugnissen auftreten. Diese Höchstgrenze wäre jedoch zu niedrig, um DecaBDE im Recyclingprozess zuverlässig nachzuweisen und DecaBDE-haltige Altgeräte von anderen Materialien zu trennen. Das Recycling von Kunststoffen aus Elektro- und Elektronik-Altgeräten käme praktisch zum Erliegen. Obwohl der sukzessive Abbau dieser Stoffe in neuen Produkten und die Einschränkung ihrer Verwendung in unbehandelten Materialien von größter Bedeutung ist, muss es weiterhin Einsatzmöglichkeiten für – auch mit bromierten Flammschutzmitteln behandelte – recycelte Kunststoffe geben, um ihr natürliches Ausscheiden aus dem Kreislauf zu ermöglichen. Daher fordern ERP und andere Institutionen einen konsistenten und international ausgerichteten Ansatz.

Die Neufassung der POP-Verordnung geht nun in die Trilogverhandlungen mit der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten.

Hier finden Sie das Joint Paper von ERP und den anderen Organisationen.

 

Software bietet neue Möglichkeiten für die Kreislaufwirtschaft

Die Recyclingindustrie verzeichnet derzeit weltweit enorme Wachstumsraten, die sich bis zum Ende des Jahrzehnts gegenüber 2011 mehr als verdoppeln sollen. Angesichts dieser enormen Steigerung können neueste Technologien eingesetzt und Prozesse in der gesamten Branche optimiert werden. Einer der vielversprechendsten neuen Trends in der Kreislaufwirtschaft ist die Verwendung intelligenter Softwareprogramme zur Automatisierung und Steigerung der Effizienz bestimmter Aufgaben.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das National Motor Vehicle Title Information System (NMVTIS) in den Vereinigten Staaten. Dort müssen alle für das Recycling bestimmten Fahrzeuge gemeldet werden; entsprechende Informationen werden an das Department of Motor Vehicles (DMV) in Kalifornien übermittelt. Softwareprogramme sind in der Lage, die erforderlichen Daten automatisch zu erfassen und weiterzuleiten, wodurch der Anlagenbetreiber die Informationen nicht selbst eingeben muss.

Neben der Zeitersparnis ist auch die verbesserte Rückverfolgung ein großer Vorteil der neuen Software. Mit dem Live-Container-Tracking können Recyclingunternehmen jederzeit sehen, wo sich ihre Behälter befinden. Dank wertvoller Informationen – z.B. wann und von wem die Behälter abgeladen wurden – sind Unternehmen in der Lage, neue, verbesserte und bisher unmögliche Dienstleistungen anzubieten.

Seit über zehn Jahren treibt Landbell Group den Einsatz von Software voran, um Aufgaben zu vereinfachen und neue Formen der Kommunikation mit Lieferanten, Partnern und Kunden zu ermöglichen. Die von Landbell Group entwickelte Software Circul8 kann Materialien und Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfolgen und Firmen dabei helfen, die Rücknahmelogistik für ihre gebrauchten Produkte zu organisieren und somit Abfall in wertvolle Ressourcen zu verwandeln. Diese innovative Software unterstützt alle Akteure im Bereich der Kreislaufwirtschaft dabei, die aktuell geltenden Anforderungen zu erfüllen und sich an zukünftige Bedürfnisse anzupassen.

Kontaktieren Sie Prodigentia für weitere Informationen.

 

Neuer OECD-Bericht über erweiterte Herstellerverantwortung und Online-Verkauf

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat einen neuen Bericht über den Online-Verkauf und seine Auswirkungen auf die erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility – EPR) erstellt. Der Bericht unterstreicht, dass der Online-Verkauf Herstellern und Händlern Möglichkeiten für „Free-Riding“ und somit auch für die Nichterfüllung ihrer gesetzlichen Verpflichtungen eröffnet.

Der Bericht konzentriert sich auf EPR für Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE). Free-Riding bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Hersteller und Einzelhändler ihren Rücknahmeverpflichtungen nicht nachkommen oder ihren Anteil an den Entsorgungskosten nicht tragen. Schätzungen zufolge betrifft dieses Problem 5 % bis 10 % des OECD-Marktes für Elektro- und Elektronikgeräte. Das entspricht zwischen 460.000 und 920.000 Tonnen.

Der OECD-Bericht enthält außerdem verschiedene politische Empfehlungen zur Bekämpfung des Free-Ridings, z.B. die Sensibilisierung für rechtliche Verpflichtungen, die Verbesserung ihrer Durchsetzung und die Harmonisierung der EPR-Regelungen.

Hier finden Sie den OECD-Bericht.

 

ERP schließt sich der EU Circular Economy Mission nach Indien an

Vom 4. bis zum 7. September nahm die European Recycling Platform (ERP) an der Kreislaufwirtschaftsmission der EU nach Indien teil. ERP wurde von der Europäischen Kommission eingeladen, welche die Delegation führte.

Im Rahmen der Reise und der begleitenden Konferenz konnte ERP in einem Vortrag ihre umfangreichen Erfahrungen aus 25 Jahren erweiterter Herstellerverantwortung in Europa weitergeben. Diese Einblicke wurden insbesondere von indischen Stakeholdern geschätzt, da das Land kurz davorsteht, eine erweiterte Herstellerverantwortung für Plastik und Elektroaltgeräte einzuführen.

Die regelmäßig stattfindenden Kreislaufwirtschaftsmissionen dienen der Bekanntmachung von nachhaltigen und ressourcenschonenden Verfahrensweisen für Länder außerhalb der EU. ERP hat in der Vergangenheit ähnliche Delegationen nach Chile, China und Südafrika begleitet und wird die Europäische Kommission dabei auch weiterhin unterstützen.

Mehr zu den Circular Economy Missions

 

Globale Definition für “Kunststoff-Recyclingfähigkeit“

Um klare Standards zu setzen und einen nachhaltigeren Umgang mit Kunststoffen zu ermöglichen, haben zwei der international führenden Recyclingorganisationen, der Verband Plastics Recyclers Europe und die Association of Plastic Recyclers, eine globale Definition des Begriffs „recyclingfähig“ entwickelt. Es hat sich herausgestellt, dass die „Kunststoff-Recyclingfähigkeit“ weit über den technischen Recyclingprozess hinausgeht. Die Organisationen haben vier Bedingungen festgelegt, die ein Kunststoffprodukt erfüllen muss, um als recyclingfähig zu gelten:

  • Der Kunststoff, aus dem das Produkt besteht, muss zwecks Recycling gesammelt werden und einen Marktwert haben.
  • Das Produkt muss in definierte Recyclingströme sortiert werden können.
  • Das Produkt muss mit den kommerziellen Recyclingverfahren kompatibel sein.
  • Der recycelte Kunststoff muss wiederverwendbar sein.

Eine geeignete Definition ist für eine entsprechende Kennzeichnung von Produkten oder Verpackungen als „recyclingfähig“ von großer Bedeutung. Die Definition muss jedoch noch auf globaler Ebene akzeptiert und angewendet werden.