Digital Product Passport (DPP): EU-Transparenzpflicht wird Realität

Juni 24th, 2026

Der Digital Product Passport (DPP) wird schrittweise zur Pflicht für immer mehr Produktkategorien.

Was das für Unternehmen bedeutet:

  • strukturierte und verlässliche Produktdaten aufbauen
  • Lieferketteninformationen digital erfassen
  • Integration in ERP- und Compliance-Systeme sicherstellen
  • Vorbereitung auf einheitliche EU-Datenstandards

Wer früh in Datenqualität und Systemintegration investiert, senkt später Aufwand, Kosten und Compliance-Risiken deutlich.

Die Einführung erfolgt schrittweise je nach Produktkategorie. Für erste Bereiche wie Textilien, Aluminium, Gummi und Batterien ist der verpflichtende Einsatz ab 2027 vorgesehen.

Welche Ziele verfolgt der DPP: Alle relevanten Produktinformationen digital bündeln und zugänglich machen, u. a.:

  • Eingesetzte Rohstoffe und Herkunft
  • Hersteller und Produktionsprozesse
  • Umweltkennzahlen (z. B. CO₂, Energie, Wasser)
  • Reparatur- und Wartungsinformationen
  • Recycling- und Entsorgungshinweise
  • Seriennummern und Nachweise zur Fälschungssicherheit

Damit soll mehr Transparenz entlang der gesamten Lieferkette geschaffen werden – über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg.

Wie ist der Status in Österreich? Viele Unternehmen befinden sich aktuell noch in der Analysephase. Im Fokus stehen vor allem Datenqualität, IT-Systeme und Schnittstellen zu bestehenden Compliance-Prozessen.

Welche konkreten Ansätze bietet die Landbell Group? Landbell arbeitet bereits an einer eigenen DPP-Anwendung. Ziel ist es, Produktdaten zentral zu erfassen, zu strukturieren und für regulatorische Anforderungen bereitzustellen.

Der DPP ist kein Zukunftsthema mehr – die Vorbereitung beginnt jetzt. Unternehmen, die früh handeln, sind klar im Vorteil.